Unsere Projekte

Seit Bestehen des Vereins setzen wir uns mit unseren Partnern in Ruanda für die Verwirklichung kleiner und größerer Projekte ein. So wurde und wird in den Jahren 2017 und 2018 ein Multifunktionszentrum im Süd-Westen Ruandas gebaut, das als Treffpunkt in der Region genutzt werden kann.
Schon jetzt ist es eine "Oase des Friedens", in der Heilung, Ermutigung und Versöhnung geschehen. Es sollen dort künftig viele Selbsthilfeprojekte sowie Schulungen stattfinden. Wir danken auch weiterhin für ihre Spende zur Vollendung des Bauprojekts und für die Deckung der weiteren Kosten.

Weitere Projekte, die sich in den letzten Jahren etabliert haben, sind der Bau und die Renovierung von Häusern für Witwen und Senioren, unser Viehzuchtprojekt, die Unterstützung von Familien durch den Kauf einer Krankenversicherung und Projekte zur Armutsbekämpfung durch die Unterstützung von Kleinstgewerben. Durch einen Klick auf die einzelnen Links erfahren Sie dazu mehr!

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Sonderpojekt "Prothese für Consolee"

Ein ganz besonderes Projekt, dass unserem Verein am Herzen liegt, ist das Sonderprojekt für Consolée Nyirarukundo. 

Consolée Nyirarukundo hat den 1. Platz bei den World Para Taekwondo Championships in London 2017 belegt. Beim Genozid an den Tutsi war sie zwei Jahre alt. Ihre Eltern wurden in Shangi im Südwesten Ruandas getötet und dort wurde sie mit nur noch einem Arm, unter Leichen gefunden. Die Wunde, die zurückblieb, nachdem ihr Arm abgehackt worden war, war stark entzündet, war in Fäulnis übergegangen, voller Würmer. Die Helfer brachten sie zwar in ein Krankenhaus, aber bis heute benötigt sie medizinische Behandlung. Bevor die Helfer sie ins Krankenahaus brachten, versuchte einer der Mörder sie zu töten. Menschen schützten sie, indem sie sich auf sie setzten. Das rettete ihr Leben, aber hatte schwere Brustverletzungen zur Folge.

Consoleé bei dem Wettkampf für Ruanda

Zeugnis von Consolée Nyirarukundo
(heute 29 Jahre alt)

Vor dem Genozid an den Tutsis war ich zwei Jahre alt und habe kaum Erinnerung an diese Zeit.

Als ich meine Familiengeschichte erforschte, fand ich heraus, dass meine Eltern in Shangi getötet worden waren, und dort wurde ich auch gefunden mit nur noch einem Arm, unter Leichen.

Die Wunde, die zurückblieb, nachdem mein Arm abgehackt worden war, war stark entzündet, war in Fäulnis übergegangen, voller Würmer. Die Retter brachten mich ins Bushenge Hospital. Unglücklicherweise brachte das meiner Wunde keine Besserung. Ich suchte weiter nach medizinischer Behandlung bei CHUK, im Kanombe Militär Hospital und im König Faisal Hospital. Bis heute benötige ich medizinische Behandlung. Bevor die Helfer mich ins Hospital brachten, versuchte einer der Mörder mich zu töten. Menschen schützten mich und entzogen mich den Blicken, indem sie sich auf mich setzten. Das rettete mein Leben, hatte aber einige schwere Brustverletzungen zur Folge.

 Während des Genozids war ich zu jung, um zu verstehen, was geschehen war. Aber der Genozid wirkte sich bei mir auf vielfältige Weise tiefgreifend aus.

-        Ich habe im Alter von zwei Jahren beide Eltern verloren und konnte mich nicht selbst großziehen;

-        die Mörder trennten meinen linken Arm ab und die Verschlechterung der Wunde wirkte sich auf meine linke Brust aus;

-        ich habe Lungenprobleme, weil schwere Menschen auf mir saßen, als ich ein kleines zweijähriges Kind war;

-        ich habe alle meine Verwandten verloren;

-        ich habe immer Schmerzen;

-        ich habe viele Lebens- und finanzielle Probleme, die auch die anderen Überlebenden des Genozids betreffen, besonders die Waisen.

Nach dem Genozid an den Tutsis suchte ich immer wieder medizinische Hilfe für meine Armwunde und für meine Lungeninfektion. Ich hatte ein sehr hartes Leben in den Familien, die mich großzogen, weil mein fehlender Arm ein großes Handicap war, sodass ich nicht für diese Familien arbeiten konnte.

Mein wichtigster Wunsch, was meinen fehlenden Arm und andere geschädigte Bereiche meines Körpers anbelangt, ist es, eine Möglichkeit zu finden, gute medizinische Hilfe zu bekommen, gesund zu werden und nicht immer Schmerzen zu haben.

Mein zweiter Wunsch ist es, eine Armprothese zu bekommen.

Mein weiterer Wunsch ist es, eine Möglichkeit zu bekommen, an einer Universität zu studieren und eine Arbeit zu finden, die mein Leben verändern und mir gestatten würde, besser für  mich zu sorgen. 

Als ein Mensch mit nur einem Arm und ohne gute Ausbildung ist es extrem schwer, Arbeit zu finden und ein normales Leben zu führen.

Danke, Consolée Nyirarukundo 

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Wir als Iriba Shalom International e.V. möchten Consolée gerne helfen, aber wir benötigen ihre Unterstützung dazu. Die myo-elektrische Prothese, die sie braucht, kostet (nur) ca 16.000€ durch die günstigere Herstellung in Kenia und dank einem Rabatt des Herstellers OttoBock. Zusätzlich fallen noch Reisekosten und Unterbringungskosten an, für die mindestens vierwöchige Anpassungsphase in Nairobi. Somit benötigt Consolée insgesamt ca. 20.000 € um die Möglichkeit auf eine Prothese zu haben und damit die Chance auf ein einfacheres und selbstständigeres Leben.

Seit dem 01.01.2021 sind 2.870€ von ca. 16.000€ (Stand: 26.05.21) für die Prothese für Consolée eingegangen. Wir bedanken uns herzlich bei allen Spendern und hoffen Consolée durch weitere Spenden, bald ihren Traum von einer myo-elektrische Prothese erfüllen zu können.

Wenn sie dieses Projekt unterstützen wollen und dabei helfen wollen Consolée eine Zukkunft mit mehr Lebensqualität zu ermöglichem, spenden sie an unser Spendenkonto: Evangelische Bank Kassel, IBAN: DE8652060410000081044 und BIC: GENODEF1EK1, Verwendungszweck: Armprothese für Consolée R.



Herzlichen Dank!